Ulrike Jentzsch, Susann Hesselbarth: Hand in Hand die Welt begreifen – ein Bildwörterbuch der Gebärdensprache

(ISBN: 9783954700264, 2016, ab 7 Jahre)

Viel Lust auf Spaß und Spiel, ein bisschen Neugier und zwei freie Hände – mehr braucht es nicht für dieses einzigartige Mitmach-Wörterbuch der Gebärdensprache. Von A wie Angeben über K wie Klopapier bis Z wie Zuckerwatte sind hier knapp 2000 Alltagsbegriffe versammelt. Wer dieses Buch betrachtet, kann nicht still sitzen bleiben! Viele der abgebildeten Menschen sind People of Color.

Kritik: Die Überschriften sind zum Teil sexistisch, wie z.B. „schöne Frauen“ und „starke“ Männer. Auch die Überschrift „Der gehörlose Mensch“ impliziert, dass es einen Typus Mensch gibt. Es wird von zwei Geschlechtern ausgegangen und bei der Übersicht der Familien finden homosexuelle Paare u.a. keine Erwähnung. Der Abschnitt zu Religionen ist sehr christilich geprägt, auch wenn andere Religionen erwähnt werden.

Empfehlung: okay, mit Vorbehalt in Bezug auf Geschlechterrollen

Quelle: Intersektionale Kinderbuchliste von der Initiative intersektionale Pädagogik i-PÄD, 2016, www.i-paed-berlin.de

 


 

Mit den Händen sprechen, wie geht denn das? Mit diesem Bilderwörterbuch der Gebärdensprache können es alle lernen. Vorn gibt es ein Inhaltsverzeichnis mit Themen, „die Menschen ab etwa 7 Jahren umtreiben“. Einige davon sind: Der Mensch, Zu Hause, Draußen unterwegs, Schule und Schulfächer, Kirche und Religion, Zukunft. Jedes Thema wird mit einer lebendigen Szene dargestellt, umrahmt von den dazugehörenden Gebärdensprachezeichnungen. Schon junge Kinder finden Gebärden interessant und können sie nachmachen. So erfahren sie eine weitere Art zu kommunizieren. Zwischen Kindern mit und ohne Hörbehinderung kann dieses Buch eine Brücke sein.

Quelle: KINDERWELTEN Bücherkiste 2018 – Kinderbücher für eine vorurteilsbewusste und inklusive Bildung